Unsere Lebenshof-Schafe

Unsere Schafe haben ganz unterschiedliche Geschichten – und ebenso unterschiedliche Wege, die sie zu uns auf den Lebenshof geführt haben.

Viele von ihnen haben bei uns ein sicheres Zuhause gefunden, nachdem sie aus verschiedenen Gründen nicht weiterleben sollten. Einige kamen bereits als Lämmer zu uns und wurden liebevoll mit der Flasche großgezogen, andere sind erst später Teil unserer Herde geworden.

Heute lebt die Herde auf einer großen Weidefläche, die regelmäßig gewechselt wird, sodass sie stets frisches Gras zur Verfügung haben. In den kälteren Monaten steht ihnen zusätzlich ein Stall zur Verfügung, den sie jederzeit aufsuchen können.

Lucky
Nelly
Fridolin
Joshi, Vilma & Vrieda
Momo
Wolle
Emil
Elliot
Pünktchen
Elena
Anouk
Charly
Anton
Liesel & Lottel(† Juni 2024)

Nach und nach stellen wir dir hier unsere Schafe und ihre ganz eigenen Geschichten vor.

Viele von ihnen freuen sich außerdem über tierliebe Menschen, die sie mit einer Patenschaft unterstützen.

Lucky


Lucky wurde Anfang Februar 2026 geboren. Mitten in den kalten Winterwochen, die für ein neugeborenes Lamm draußen schnell lebensgefährlich werden können.

Gemeinsam mit seiner Mama Nelly wurde er mutterseelenallein an einem Waldrand gefunden. Für den kleinen Kerl war die Situation akut bedrohlich und ohne Hilfe hätte er die eisige Kälte kaum überstanden.

Zum Glück begegnete er genau den richtigen Menschen. Während seine Mama sehr scheu war und sich zunächst nicht einfangen ließ, konnte Lucky vorsichtig in eine Decke gehüllt und gesichert werden, was der erste wichtige Schritt in Richtung Sicherheit war.

Sein Name ist dabei kein Zufall: Lucky hatte großes Glück, genau in diesem Moment gefunden zu werden. Heute wächst Lucky bei uns an der Seite seiner Mama auf.

Er ist neugierig, lebendig und entdeckt seine Welt jeden Tag ein Stück mehr. Ein kleines Schaf, das trotz seines schwierigen Starts nun unbeschwert ins Leben gehen darf.

Nelly


Nellys Geschichte begann in einer der kältesten Wochen Anfang Februar 2026. Ganz allein an einem Waldrand, gemeinsam mit ihrem neugeborenen Lamm Lucky.

Gefunden wurde sie von einer Familie, die eigentlich nur Urlaub machen wollte. Doch aus einem Spaziergang wurde eine Rettung. Nelly hatte keine Ohrmarken mehr, nur die Löcher in ihren Ohren waren noch sichtbar. In der Umgebung ließ sich keine Schafhaltung finden, zu der sie hätte gehören können.

Schnell wurde klar, dass ihr kleines Lamm die Kälte vermutlich nicht überstehen würde und die Rettungsaktion nahm seinen Lauf. Mit viel Geduld gelang es Nelly einzufangen und gemeinsam mit Lucky in Sicherheit zu bringen.

Zu Beginn war Nelly enorm ängstlich und sehr scheu – jede Nähe bedeutete für sie Stress. Doch mit Geduld, Ruhe und ganz viel Fürsorge hat sie sich Schritt für Schritt geöffnet.

Heute lebt Nelly mit ihrem kleinen Lucky bei uns auf Gut Weidensee.

Sie ist inzwischen deutlich zutraulicher geworden, lässt sich streicheln und schaut immer häufiger neugierig, was wir so machen. Ein leiser, aber wunderschöner Weg in ein Leben ohne Angst.

Fridolin


Fridolin wurde auf einem kleinen Bio-Bauernhof geboren – als Flaschenlamm war er von Anfang an besonders. Seine Retterin lernte ihn während eines Praktikums kennen und schloss ihn sofort ins Herz. 

Zwischen ihr und den Hofbesitzern entstand ein stillschweigender Deal: Fridolin sollte nicht geschlachtet werden. Doch als die Realität ihn einholte und die Tötung plötzlich bevorstand, war klar – es musste gehandelt werden.

Mit ganzem Herzen setzte sich seine Retterin für ihn ein, durfte ihn übernehmen und machte sich auf die Suche nach einem sicheren Ort für ihn.

Diesen Ort fand sie für ihn bei uns auf Gut Weidensee. 

Bei seiner Ankunft war Fridolin extrem dünn, sein Wollkleid stumpf und in keinem guten Zustand. Doch mit Ruhe, guter Pflege und viel Zuwendung blühte er zusehends auf. 


Heute lebt er inmitten unserer Schafherde, hat sich gut eingefunden und neue Schaffreunde gefunden. Er ist kräftiger geworden, neugierig, zutraulich – und bereit für ein Leben in Sicherheit und Frieden.

Joshi, Vilma & Vrieda


Unsere drei kleinen Schafe wurden von Tierrechtsaktivisten im Norden Deutschlands vor ihrem Schicksal befreit, umsorgt und später zu uns gebracht, um einen sicheren Platz auf Lebenszeit zu erhalten.
Wenn wir in diese zuckersüßen kleinen Gesichter schauen, ist kaum zu verstehen, dass es Menschen gibt, die Schafe u.a. nur dafür züchten, um sie bereits als Lämmer, aufgrund ihres zarteren Fleisches, zu schlachten. Dabei werden sie nicht älter als 12 Monate, sogenannte Milchlämmer gerade mal nur 6 Monate, da ihr Fleisch besonders hell ist.
„Im Jahr 2021 wurden in Deutschland über eine Million Schafe und Lämmer inländischer Herkunft gewerblich geschlachtet.“
 (1)
Auf unsere drei kleinen Schafe wartete das gleiche Schicksal, doch zum Glück konnten sie noch rechtzeitig gerettet werden.

Drei Leben, für die sich alles ändern sollte…
…drei Leben mit den Namen Vrieda, Vilma und Joshi.


(1) Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459151/umfrage/schaf-und-lammschlachtungen-in-deutschland/

Momo 


Momo & Wolle wurden eigentlich schon zum Sterben auf die Seite gelegt. Leider wird es oftmals als unwirtschaftlich angesehen, sich um ein so kleines Leben zu kümmern wenn es zu Komplikationen kommt.

Momo war ein Zwillingslamm, dessen Mutter bei der Geburt des Geschwisterchens verstarb. Eigentlich wäre er jetzt tot, wenn da nicht jemand auf ihn und seinen Schicksalsgenossen Wolle aufmerksam geworden wäre, als beide dort so verlassen lagen. Eine Tierfreundin nahm die Beiden mit und hat alles gegeben, damit sie überleben. Aber auf Dauer konnten die Schafe dort nicht bleiben.

Nun leben Momo & Wolle seit dem Sommer 2017 bei uns auf Gut Weidensee. Momo hat eine Fehlstellung der Hinterbeine („O-Beine“) ist aber ein sehr aufgeweckter, selbstbewusster, kleiner Schafsmann.

Wolle


Momo & Wolle wurden eigentlich schon zum Sterben auf die Seite gelegt. Leider wird es oftmals als unwirtschaftlich angesehen, sich um ein so kleines Leben zu kümmern wenn es zu Komplikationen kommt.

Wolle war ein Drilling, der zu schwach war um bei der Mutter zu bleiben. Eigentlich wäre er jetzt tot, wenn da nicht jemand auf ihn und seinen Schicksalsgenossen Momo aufmerksam geworden wäre, als beide dort so verlassen lagen. Eine Tierfreundin nahm die Beiden mit und hatt alles gegeben, damit sie überleben. Aber auf Dauer konnten die Schafe dort nicht bleiben.

Nun leben Momo & Wolle seit dem Sommer 2017 bei uns auf Gut Weidensee. Wolle guckt immer etwas verträumt und wenn man ihm etwas Zeit gibt, lässt er sich auch gerne streicheln.

Emil


Emil & Elliot lebten in einem dunklen, engen Verschlag, in den kaum Licht gelangte. Beiden drohte die Schlachtung. Zum Glück konnten sie gerettet und zu uns gebracht werden. Hier durften sie zum ersten Mal in ihrem Leben über eine Wiese rennen.

Aus den beiden verängstigten, schwachen Lämmern sind zwei kerngesunde, quietschvergnügte Wollkugeln geworden.

Elliot


Emil & Elliot lebten in einem dunklen, engen Verschlag, in den kaum Licht gelangte. Beiden drohte die Schlachtung. Zum Glück konnten sie gerettet und zu uns gebracht werden. Hier durften sie zum ersten Mal in ihrem Leben über eine Wiese rennen.

Aus den beiden verängstigten, schwachen Lämmern sind zwei kerngesunde, quietschvergnügte Wollkugeln geworden.

 

 

Pünktchen


Pünktchen sollte eigentlich als Osterlamm auf dem Tisch landen. Zum Glück wurden Tierschützer auf sie und ihren Freund Anton aufmerksam und retteten sie vor dem sicheren Tod. Wir nannten sie Pünktchen, weil sie überall kleine Pünktchen hat. An der Nase, an den Ohren, an den Beinen.

Pünktchen ist einfach unglaublich niedlich und lässt sich von Menschen die sie kennt auch gerne kraulen und streicheln.

Elena


… oder Totgesagte leben länger. Elena uns Sophie waren sogeannte Winterlämmer und wurden vom Schäfer bereits abgeschrieben. Zu klein, zu schwach. „Sie werden den Winter nicht überleben!“. Aber sie überlebten ihn. Wir nahmen sie bei uns auf und zogen sie mit der Flasche groß. Elena und Sophie sind ist mittlerweile erwachsene, gesunde Schafsdamen und lieben ihr Leben.

Der Name Elena ist die spanische Variante von Helena. Das Wort stammt aus dem altgriechischen und bedeutet die Fackel, der Glanz, die Sonnenstrahlen. Ihr leicht rötliches Gesicht und ihre leuchtenden, schönen Augen sind ihr Markenzeichen.

Charly


Charly wurde auf Gut Weidensee geboren und der beste Freund von „Chef“ Arthur. Also sozusagen 2ter Vorstand der Schafsherde.

Er ist sehr verschmust und lässt sich gerne kraulen.

Anton


Anton sollte eigentlich als Osterlamm auf dem Tisch landen. Zum Glück wurden Tierschützer auf ihn und seine Freundin Pünktchen aufmerksam und retteten sie vor dem sicheren Tod.

Anouk


Wer hätte gedacht, wie tapfer und ausdauernd so ein kleines Schaf sein kann. Anouk ist eine wahre Wanderkönigin: Über 70 km lief sie entlang der Straßen, nachdem sie vermutlich bei einem Schäfer oder aus einer Privathaltung ausgebüxt war.
Diese weite Strecke bewältigte sie trotz einer Fehlstellung ihrer linken Klaue am Vorderbein, durch welche sie ständig humpelt.
Doch Anouk hatte Glück und wurde nach einigen Tagen der Wanderschaft von Tierschützer*innen gefunden und zusammen mit der lokalen Feuerwehr eingefangen. Wenige Tage später kam sie dann zu uns auf den Hof und lernte ihre neue Herde kennen. Es dauerte keine Minute und schon hatte sie ihren neuen Platz in der Herde gefunden.
Trotz ihrer Behinderung steht sie zumeist hoch oben auf einer Heurolle und freut sich über eine extra Portion.
Nun genießt sie jeden Tag in Freiheit.

Liesel & Lottel († Juni 2024)


Liesel und Lottel (†) wurden im Sommer 2015 von der Tierhilfe Sonnenschein zu uns gebracht. Beide sollten geschlachtet werden. 
 
Liesel und Lottel sind Skudden. Da diese Schafrasse nicht sehr groß wird spielte sie nur in Vergangenheit innerhalb kleinbäuerlicher Strukturen eine Rolle.
 
Liesel und Lottel lebten nach ihrer Ankunft für einige Wochen mit den Schweinen zusammen, sind mittlerweile aber gut in die Schafsherde integriert. Die beiden waren die meiste Zeit im Doppelpack anzutreffen. Doch Liesel versteht sich mittlerweile auch sehr gut mit allen anderen Schafen und ist nicht alleine.